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Beratung für Eltern bei Problemen mit Sorgerecht, Umgangsrecht, Jugendamt

Die AfD versucht sich weiter familienpolitisch zu positionieren. So fordert sie von der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Familiensplitting. Allerdings ist das Verständniss der AfD von einer Entlastung von Familien durch die Alleinerziehenden Brille stark getrübt.

 So fordert zwar die AfD Familien mit Kindern bis zu einem Einkommen von 100.000 Euro steuerfrei zu stellen. Unter dem Aspekt, dass Kinder unsere Zukunft sind und die Realisierung eines Kinderwunschs schon allein aus Sicht auf das Rentensystem eine immanente Bedeutung hat, ist das grundsätzlich zu befürworten. In ihrem Antrag schreibt die AfD:

Vom Familiensplitting sollen auch Alleinerziehende profitieren. Dies kann dadurch erreicht werden, dass Alleinerziehende bei der Teilung des zu versteuernden Einkommens nach Köpfen doppelt zählen.

Die AfD blendet dabei aus, dass Familie eben nach der Trennung i.d.R. an verschiedenen Orten stattfindet. Unterhaltszahler werden heute schon benachteiligt, indem sie steuerlich als ledige ohne Kinder behandelt werden. Und das, obwohl diese meist zwei Haushalte finanzieren müssen und sich regelmäßig an der Erziehung der Kinder beteiligen.

Die AfD will hier ein Bevölkerungspolitisches Instrument etablieren, welches nicht funktionieren kann. 40% der Ehen werden geschieden, Trennungen von Unverheirateten einmal unbetrachtet gelassen. D.h. immernoch wird ein Elternteil (meist der Vater) zum Unterhaltszahler degradiert und egal wie sehr sich dieser Elternteil engagiert und welche finanziellen Lasten dieser stemmen muss, wird er/sie nach Willen der AfD leer ausgehen. Der andere Elternteil wäre ja alleinerziehend und würde deshalb allein in den Genuss von Steuererleichterungen kommen. Unter dieser Prämisse, wird sich ein Elternteil nach wie vor schwer überlegen, ob man Kinder in die Welt setzt. Das finanzielle Risiko bleibt enorm.

Die AfD versucht sich immer wieder ein Deckmäntelchen der Politik für Trennungsväter umzuhängen. Hier zeigt sie ihr wahres Gesicht. Sie bleibt genauso Rückwärtsgewand wie die meisten anderen Parteien. Frauen sollen an den Herd und Männer Helden zeugen.

Knapp daneben ist auch vorbei, der neue Wahlslogan der AfD?